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Erweiterung der Orgel in St. Bonifatius


Die "lange Geschichte" der Erweiterung unserer Orgel

erzählt von Martin Langer, Vereinsvorsitzender

Im Januar 1959 begann Herr Pfarrer Seifert mit den Worten "Die Sammlung zum Ausbau unserer Orgel wird hiermit recht herzlich empfohlen" eine "lange Geschichte" – natürlich mit Happy End.
Bis zum Januar 1963 wurden stolze 10.500,- Mark (DDR) gesammelt, für damalige Zeiten eine riesige Summe. Die Sammelliste existiert heute noch und gibt Auskunft über die Spender, die die Erweiterung der Orgel fast alle nicht mehr erleben durften.
Danach wurde zunächst für eine Heizung in der Kirche gesammelt, die bis dahin noch nicht existierte!
Fast dreißig Jahre später, nach der Wiedervereinigung Deutschlands, eröffneten sich auch für uns neue Möglichkeiten und der Gedanke der Sanierung und Erweiterung unserer Orgel rückte in realistische Nähe.
Am 18. Oktober 1991 gründete sich deshalb der "Orgel- und Chormusikförderverein St. Bonifatius Erkner e.V.".
Die zehn Gründungsmitglieder freuten sich bald über viele weitere Mitglieder, die im laufe der Jahre dem Verein beitraten. Die Mitgliedszahl wuchs bis heute auf 38 Personen.
 
Orgel Der Verein machte sich zur Aufgabe, durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Kollekten und vielen anderen Aktivitäten das Geld für eine Sanierung und Erweiterung der Orgel zusammenzutragen. Unter anderem, gab es Konzerte, eine CD des Chores, die Orgelpfeifen am Eingang der Kirche und vieles mehr. Durch einen glücklichen Umstand, in der Deutschen Staatsoper Berlin wurde die vorhandene Orgel abgebaut, konnte uns das Pfeifenmaterial kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
 
Damit konnte, auch durch die Initiative von Herrn Pfarrer Gerhard Engelmann 1996 die Komplettierung der Orgel in Angriff genommen werden. Die 1949 erbaute Sauer-Orgel konnte nun von 7 auf 24 Register erweitert werden und gleichzeitig einer Generalüberholung unterzogen werden. Diese Aufgabe übernahm die potsdamer Orgelbaufirma Alexander Schuke.
Die Kosten betrugen 116.255,59 DM. So viel Geld hatte der Verein natürlich noch nicht zusammen. Deshalb wurde zwischen dem Kirchenvorstand und dem Verein ein Darlehensvertrag geschlossen. Das heißt, der Verein borgte sich das fehlende Geld von der Kirchengemeinde.
Am 15. März 1997 ging ein Traum in Erfüllung. Die vollendete Orgel wurde durch Herrn Prälat Bernhard Backovsky (Probst des Augustiner Chorherrenstiftes Klosterneuburg bei Wien) geweiht und von der Orgelsachverständigen Frau Dr. Johanna Schell in Betrieb genommen. Im Laufe der Jahre wurde das Darlehen Stück für Stück an die Gemeinde zurückgezahlt. Im ersten Halbjahr 2006 wurde die letzte Rate überwiesen, die Orgel ist also bezahlt.
 
An dieser Stelle möchte ich mich im Namen des Vorstandes unseres Vereines und des langjährigen Organisten von St. Bonifatius, bei allen Spendern, Mitgliedern und allen, die zum Gelingen dieses großen Werkes beigetragen haben, recht herzlich bedanken.

Mit Datum vom 25. Januar 2009 hat der Förderverein dem mehrheitlichen Beschluss zur Auflösung zugestimmt, da das Ziel des Fördervereins erreicht ist und eine Umnutzung statutgemääß nicht möglich ist. Der Förderverein dankt allen langjährigen Mitgliedern und Spendern ausdrücklich von Herzen.

- www.bonifatius-erkner.de -