Auf ein Wort - St. Bonifatius Erkner

SANKT
BONIFATIUS
ERKNER
Hl. DREIKÖNIGE
RAHNSDORF
Sankt Bonifatius Erkner
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Auf ein Wort (von Pfarrer Dr. Robert Chalecki)
Quelle und Höhepunkt
Auf die Eucharistie kommt es an


Liebe Gemeindemitglieder unseres Pastoralen Raums,

„Ihr seid, was ihr empfangen habt.“ Mit diesem kurzen Satz fasste der Kirchenvater Augustinus vor 1500 Jahren in einer Osterpredigt die Bedeutung der Eucharistie zusammen. Sie ist Vergegenwärtigung des Todes und der Auferstehung Jesu sowie sein größtes Geschenk an die Kirche, die damit selbst zum Leib Christi wird.

Diese Aussage hat sich gerade in der Zeit der Covid-19-Pandemie auf negative Weise bewahrheitet, wo die Gemeinschaften unserer Pfarreien ihre Mitglieder oft vermisst hatten. Angefangen von den Senioren bis hin zu den Erstkommunionkindern, die mit Sehnsucht auf den Vollzug der Communio miteinander und mit Christus gewartet haben. Selbst wenn der technische Fortschritt Homeoffice, Homeschooling, ja sogar Streaming-Gottesdienste ermöglicht, kann er die persönlichen Beziehungen und Begegnungen, geschweige denn die gemeinschaftlichen Glaubensfeiern nicht ersetzen. Die aktuelle Wirtschaftskrise, die ihre Auswirkung auch auf unsere Kirchengemeinden hat, zeigt uns: Ein Fortschritt in dem Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“ kann nur dann einen neuen Aufschwung bekommen, wenn wir Jesus Christus in unseren kleinen Gemeinschaften, um den Tisch des Wortes und der Eucharistie versammelt, begegnen. Nur so können wir zukünftig als große Pfarrei ein pulsierendes Zentrum der Evangelisierung und ein Leuchtturm werden, der das Licht des Glaubens in unserem Raum missionarisch ausstrahlt. Dabei dürfen wir niemals die täglich notwendige persönliche und pastorale Umkehr vergessen. Anders gesagt: „Die Reform der Strukturen, die die Pfarrei anstreben muss, bedarf zunächst einer Mentalitätsänderung und einer inneren Erneuerung“, heißt es in der aktuellen Instruktion der Kongregation für den Klerus. Diese Umkehr betrifft das ganze Volk Gottes. Anderenfalls, so heißt es dort weiter, „setzen wir Gemeinschaften, pastorale Pläne, theologische und spirituelle Akzente und Strukturen ohne Wur-zeln, ohne Geschichte, ohne Gesicht, ohne Gedächtnis, ohne Leib, ja ohne Leben in die Welt.“ Als Getaufte haben wir nämlich – wie unser Herr Jesus Christus – die Salbung des Heiligen Geistes empfangen. Sie befähigt uns, im Namen Jesu Christi das Antlitz der Erde zu erneuern.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und Gemeinden eine gesegnete und mit Hoffnung erfüllte Zeit auf unserem gemeinsamen Weg im Pastoralen Raum.


Pfarrer Dr. Robert Chalecki
St. Hubertus Petershagen und St. Georg Hoppegarten





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